Ein Ende mit Schrecken…

…nach einem Schrecken ohne Ende.

Heute ist es zu Ende gegangen. Hässlich. Und mit einem lauten Knall. Ich sollte darüber froh sein. Und ich glaube, das bin ich auch. Doch noch sitzt der Schock tief. Der Schock über sehr harte Worte. Und darüber, dsss du mich vollkommen missverstanden hast.

Manchmal reicht es nicht, eine Türe selbst zu schließen. Wenn der Schlüssel auf der eigenen Seite steckt, kann man jederzeit aufschließen. Einen Blick hinein werfen. Eine Botschaft hinterlassen. Die Türe ist niemals ganz geschlossen. Es gibt immer einen Weg zurück. Auch wenn die Person auf der anderen Seite noch so oft gesagt hat, man solle nicht stören.

Was hilft ist, den Schlüssel abzugeben. Die andere Person zu zwingen, ab sofort selbst abzuschließen. Und damit den Weg zurück für immer zu verriegeln.

Ja, es ist nicht deine Aufgabe. Ja, ich selbst wollte überhaupt erst diese Türe verschließen. Und ja – ich habe es nicht geschafft, sie verschlossen zu halten. Ich habe deine Hilfe benötigt. Ich habe es gebraucht, dass du diese Türe verschließt. Du selbst hättest sie nicht geöffnet. Das weiß ich. Du selbst brauchst nicht abzuschließen. Das ist mir bewusst. Doch ich brauche es. Ich schaffe es nicht alleine.

Es hat hässlicher geendet als die Zeit es verdient gehabt hätte. Aber ich bin erleichtert, nun vor verschlossener Tür zu stehen. Ohne einen Weg zurück. Ohne den Schlüssel.

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Der Kampf ums Vergessen.

Ich kann dich nicht vergessen. Die Erinnerung an dich nicht streichen. An den Klang deiner Stimme. Den Blick in deine Augen. Dein zaghaftes Lächeln.

Es quält mich. Es ist ein Kampf. Tag für Tag. All die Erinnerungen sind ein niemals endender Alptraum. Und sie hinterlassen nur einen Wunsch. Den erbitterten Wunsch, zu vergessen.

Ich will nicht an dich denken. Nicht von dir träumen. Mir nicht wünschen, du wärst hier. Es muss endlich die Vernunft siegen. Ich habe keine Wahl. Das alles muss ein Ende haben. Ich bin gefangen in dir. Gefangen in unerklärlichen Worten. In verworrenen Geschichten. Gefangen in einem Meer aus Emotionen. Ich ertrinke.

Ich möchte endlich ohne dich leben können. Ich will dich nicht mehr lieben. Ich will nach vorne sehen – ohne mich ständig wieder umzublicken. Ich will loslassen. Mir keine Fragen mehr stellen. Ich will nicht auf dich warten. Nicht länger daran glauben. Nicht mehr hoffen.

Ich möchte einschlafen und ohne all die Gedanken aufwachen. Will dich endlich vergessen. Für immer! Den Kopf ausschalten. Das Herzklopfen stoppen. Gefühle einschließen. Das Gedankenkarussell beenden. Ich will frei sein.

Doch in mir steckt diese unerbittliche Sehnsucht. Dieses Verlangen nach deiner Nähe. Der unbedingte Wunsch, dich niemals aus meinem Herzen gehen zu lassen. Dich niemals zu vergessen. Die Angst, dass du die Einzige für mich bist. Dass ich meine Gefühle nicht aufhalten kann. Dass ich es niemals überwinden werde. Dich niemals loslassen kann.

Denn wenn ich eine Wahl hätte… Es wären deine Augen. Der Klang deiner Stimme. Deine Hand in meiner.

Für immer.

Inspired by: Freundin mit Liebeskummer

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Vom Fliegen – und Fallen.

Wer höher fliegt, kann tiefer fallen.

So sagt man. Und meint es als Warnung.
Heb nicht ab! Flieg nicht zu hoch! Immer schön am Boden bleiben. Sei bescheiden. Erwarte nicht zu viel. Schon Ikarus hat schmerzlich erfahren, wie es ist, zu hoch zu fliegen. So sagt es der Mythos. Er stieg hoch und höher. Und fiel tief.

Ein großes Stück Wahrheit steckt sicher dahinter. Doch es ist eine pessimistische Sichtweise? Wir sehen nur die Gefahr – nicht die Chance. Wir sind vorsichtig – nicht mutig. Wir bleiben distanziert – und wagen uns nicht in ein Abenteuer. Sollten wir es nicht aus einer anderen Perspektive sehen?

Du kannst nicht fallen, ohne geflogen zu sein.

Ja, manchmal fallen wir. Tief. Und heftig. Schlagen hart auf. Erbarmungslos. Doch sind wir dann nicht auch hoch geflogen? Und ist es nicht dieses Gefühl, das das Leben lebenswert macht? Das Fliegen? Der Moment des größten Glücks. Kommt es nicht darauf an? Ist es nicht genau das, was zählt?

Stell es dir für einen Moment vor. Du fliegst. Hoch und höher. Höher, als du jemals dachtest. Als du je zu hoffen gewagt hast. Und es ist ein atemberaubendes Gefühl. Wie ein Rausch. Ein Traum, der Wahrheit wird. Dieses Gefühl ist einfach unschlagbar. Unvergesslich. Es fühlt sich fantastisch an. Du bist lebendig. Glücklich. Bis in jede Faser deines Körpers. Und mit jedem Atemzug. Mit jedem Herzschlag. Steigst du höher. In deinen ganz persönlichen Himmel. Gemeinsam. Zu zweit. Hand in Hand. Mit einem Strahlen im Gesicht. Und dem Gefühl, endlich angekommen zu sein.

…und dann…ja dann fällst du.

…unaufhaltsam.

Inspired by: Laura L.

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Der richtige Weg

Es nutzt nichts, auf dem richtigen Weg zu sein, wenn du in die falsche Richtung läufst.

Ein einfacher Satz. So viel Wahrheit dahinter.

Wie oft haben ich mir diesen Satz gesagt. Wie oft vor Augen geführt, dass ich wohl in der falschen Richtung unterwegs war. Dass ich einfach nur die falschen Häuser betrachtet habe. Häuser, die eigentlich nicht zu mir passen. Orte, an denen ich eigentlich auch gar nicht leben wollte.

Wie oft dachte ich, ich sei richtig. Stünde vor der richtigen Tür. Und wurde doch nicht eingelassen. Oder war nur kurzer Gast. Auf einen schnellen Kaffee.

Wie oft habe ich gewendet. Habe mich wieder und wieder verlaufen. Bin umgekehrt auf meinem Weg. Bin weiter und weiter gegangen. Doch angekommen – bin ich nie. Bei niemandem.

Heute glaube ich zu wissen, warum.

Ich bin nicht in die falsche Richtung gegangen.
Ich war nie auf dem richtigen Weg.
Ich war auf dem falschen Weg.
In der falschen Stadt.

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Neustart

Heute ging es also wieder los. Mit allen Schülern. Mit vielen Kollegen. Mit einigen Neuen. Mit vielen Regeln. Und noch mehr Pausen. Aber auch mit jeder Menge Vorfreude. Motivation. Begeisterung. Mit neuen Gesichtern. Und alten Bekannten.

Guter Vorsatz: weniger meckern und jammern! Hat heute schon mal gut funktioniert…zumindest bei mir. Die Strichliste ist noch leer. Möge es auch so bleiben. Eigentlich liebe ich das alles dafür ja auch viel zu sehr.

Auf noch mehr gute Tage!

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Eine riesige Angst

Manchmal gehen wir auseinander ohne uns zu verabschieden. Drehen uns um. Und gehen davon. Gehen unseren Weg. Brechen den Kontakt ab. Ohne ein Wort.

Manchmal ist das wichtig. Es ist der entscheidende Schritt in die Zukunft. Der einzige Weg um alte Gewohnheiten abzulegen. Um die Geister der Vergangenheit zu verjagen. Gedanken loszuwerden, die uns zu viel Energie rauben. Gefühle loszuwerden, die wir nicht haben dürfen.

Die alten Geschichten müssen manchmal ruhen. Wenn wir uns im Kreis drehen. Die gleichen Fehler wieder und wieder machen. Wenn wir gefangen sind in den gleichen Gedanken. Und den gleichen Worten. Dann ist es manchmal wichtig, die Reißleine zu ziehen. Aus dem Karusell auszusteigen. Zu gehen. Und nicht zurück zu sehen.

Und doch bleibt die Angst. Was, wenn man nie wieder sagen kann, was man wirklich fühlt? Wenn man keine Gelegenheit mehr bekommt für offene Worte? Für eine Umarmung. Wenn es zu spät ist zu sagen was uns bewegt?
Wenn es vorbei ist.
Auf einen Schlag.
Für immer.
Endgültig.

Der Gedanke schnürt mir die Luft ab. Lässt eine leise Panik in mir wachsen. Allein die Vorstellung lässt mich innerlich zusammenbrechen. Lässt mich rennen bis meine Lunge brennt. Lässt ein Meer an Tränen in mir wachsen. Lässt mich schreien. In mir zerbricht etwas. Mein Herz zerspringt in tausend Stücke. Es gibt kaum einen schlimmeren Gedanken. Kaum eine quälendere Vorstellung. Nichts, was mir mehr Angst macht.

Doch es gibt keinen Weg zurück. Auch nach all den Jahren nicht.

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So viele Gründe

Gründe zu gehen.

Wir geben uns so viele Gründe aufzugeben. Zu verzweifeln.
So viele Gründe laut schreien zu wollen. Vor Wut. Vor Enttäuschung.
Wir geben uns Gründe, einander nicht zu verstehen. Erwartungen nicht zu erfüllen. Wir geben uns Gründe zu glauben, dass Abstand besser ist. Gründe daran zu zweifeln ob wir gut genug für einander sind.
Wir geben uns immer und immer wieder Gründe für Konflikte. Für Auseinandersetzungen. Tränen. Diskussionen. Gründe für falsche Entscheidungen. Entscheidungen die wir dann bereuen. Gründe für ein schlechtes Gewissen.

Jeder von uns gibt dem anderen so viele Gründe.
So viele Gründe zu gehen.

Was tun wir hier?

Warum geben wir uns nicht endlich Gründe zu bleiben?

Inspired by: Million Reasons

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Diese Corona-Sache

Oh, keine Sorge. Das hier wird keine Abhandlung über statistische Daten zu Corona. Das hier wird auch kein „tu-dies-und-das-nicht“. Und auch nicht der nächste innere Monolog darüber, wie unverantwortlich alle sind.

Aber es gibt wohl eine Sache, die uns allen gerade bewusst wird. Wir bemerken, was wirklich wichtig ist. Zu wem hält man in dieser Zeit den Kontakt? Und wer hält zu uns den Kontakt? Wer ist für uns wirklich wichtig? An wen denken wir? Körperlich abgeschnitten von der Außenwelt. Allein mit uns selbst und unseren Gedanken. Wenn wir uns aussuchen können, mit wem wir diese Zeit durchstehen wollen. Wer ist es? Und auf wen können wir verzichten?

Mir persönlich wird gerade Vieles vor Augen geführt. Vieles erscheint in einem anderen Licht. Und wie ist es bei euch?

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Ork-Angriff

Es gibt eine Szene am Ende von „Herr der Ringe – Die Gefährten“. Zum ersten Mal greifen die Orks an. Der Ringträger ist in Gefahr. Die Gefährten geben alles, um ihn zu verteidigen. Boromir stellt sich den Orks in den Weg. Da fliegen Pfeile. Sie treffen Boromir. In die Brust. Er kämpft weiter. Ein zweiter trifft ihn im Bauch. Er sinkt zu Boden. Steht auf. Kämpft weiter. Ein dritter Pfeil trifft. Wieder sinkt er auf die Knie. Der Atem geht schwer. Man spürt den Schmerz. Ein vierter Pfeil trifft aus nächster Nähe. Und dann ist der Kampf vorbei.

Genau so…

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Geh!

Geh den Weg mit mir oder geh zur Seite.
Halte meine Hand fest oder lasse sie los.
Sieh mich für immer an oder schau weg.
Lass mich für dich da sein oder wende dich ab.
Sei mir nah oder verabschiede dich.

Aber schleiche nicht neben mir am Wegesrand.
Halte mich nicht am kleinen Finger fest.
Drehe dich nicht wieder und wieder zu mir um.
Suche dir nicht das passende raus und verschließe dich vor dem Rest.

Ganz oder gar nicht?
Ja oder nein?
Gemeinsam lebendig sein oder einsam existieren?

Ich habe keine Angst.
Ich würde dir deine gerne nehmen.

Mehr als scheitern können wir nicht.

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