Happier

Ed Sheeran hat es mal wieder geschafft. „I was happier with you“

Es stimmt. Mit dir war ich irgendwie glücklich. Einige Wochen lang. Denn du warst da. Jeden Tag. Stundenlang. Und auch wenn zwischen uns teilweise mehrere Hundert Kilometer lagen – ich war nicht alleine. So kamen mir sechs Wochen Sommerferien vor wie sechs Monate. So wurden Nächte zum Tag. So wurden abwegige Gedanken zur Normalität.

Und jetzt? Man gewöhnt sich an Vieles. Es geht langsam voran. Tag für Tag.

„Ain’t nobody hurt you like I hurt you“

Wer kennt dieses Gefühl nicht, das Ed Sheeran da besingt? Das Gefühl, wenn man jemanden verloren hat. Wenn man jemanden verletzt hat. Vielleicht betrogen. Oder enttäuscht. Wenn der andere unerreichbar ist. Wenn Schweigen herrscht. Eine erdrückende Stille. Wenn man sich aus dem Weg geht. Kontakt meidet. Wenn es keinen Weg zurück gibt.

„I’ll smile to hide the truth“

Man lächelt. Stürzt sich in Arbeit. In Partys. In Alkohol. In Sport. In Schokolade.

Und dann sieht man denjenigen plötzlich. Mit einem anderen Menschen. Glücklich. Glücklicher als zuvor.

Bist du das? Glücklicher? Und was bin ich? Unglücklich wäre das falsche Wort.

„But I know I was happier with you“

P.S. Streng genommen war es ja die Version von Miss Wannabe – nicht der Ed.

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Ich möchte dir sagen…

…dass ich dir nichts vorwerfe.
…dass ich keine negativen Gedanken über dich in mir trage.
…dass ich mit all meinen Worten dir kein schlechtes Gewissen machen möchte.
…dass ich dir allem voran nicht weh tun möchte.

Doch in mir stecken so viele Gedanken. So viele Gefühle. So viele Worte. Und hier ist der Ort, diese Worte auszusprechen. Gefühle zu verarbeiten. Gedanken zu ordnen.

Es tut mir leid, wenn ich dich damit verletze…

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99 Luftballons

Ein Meer an bunten Punkten steigt in den Himmel auf. Einer nach dem anderen. Nach und nach. In den schillerndsten Farben. 99 Luftballons.

Gefüllt mit wundervollen Worten. Kleinen Gesten. Mit Erinnerungen. Gefüllt mit Momenten, in denen dein Herz klopfte. Augenblicke, in denen dir Tränen des Glücks über das Gesicht liefen. Gefüllt mit schlaflosen Nächten. Mit dem leisen Pling deines Handys. Mit Fotos. Fotos, die du wieder und wieder betrachtet hast. Gefüllt mit Gedanken. Mit Sehnsucht. Hoffnung. Und mit dem berauschenden Gefühl des Glücks.

Du siehst all das in den Himmel steigen. Ein wahnsinnig tolles Bild. Atemberaubend. Wunderschön. Ein Gefühl der Unendlichkeit. Du siehst in den Himmel und atmest tief ein. Wieder und wieder. Beruhigt vom Anblick dieser bunten Punkte. Mit einem Lächeln im Gesicht.

Da zuckt ein Blitz über den Himmel. Regen fällt. Es stürmt. Und sie zerplatzen im Sturm. All die Worte. All die Gefühle. All die Erinnerungen. 99 Luftballons. Nach und nach. Einer nach dem anderen.

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Warum es ein Geschenk ist, jemanden zu vermissen.

„Ich vermisse dich.“

Diese Worte klingt immer nach einem Hauch Verzweiflung. Traurigkeit. Jemand ist nicht mehr da. Er ist weg. Woanders. Vielleicht für immer. Vielleicht nur für eine Stunde. Man vermisst diese Person. Und ich glaube, die ersten Assoziationen sind immer Schmerz und Verlust. Oder? Aber kann Vermissen nicht auch etwas positives sein? Ich hab das auch lange nicht so gesehen. Bis mir jemand die Augen geöffnet hat. Mir gesagt hat, dass Vermissen ein Privileg sein kann.

„Ich vermisse dich.“

Das heißt doch eigentlich, jemand bedeutet mir etwas. Jemand ist für mich so wichtig, dass es ein bisschen schwierig ist, wenn er nicht da ist. Dass es schmerzt, wenn er nicht da ist. Und dass man eigentlich möchte, derjenige ist bei einem. Sollte genau das nicht ein gutes Gefühl sein? Sollte es nicht wahnsinnig toll sein, aus tiefem Herzen zu sagen…

„…du bist mir so wichtig – ich vermisse dich!“

Ist es nicht schlimmer, jemanden nicht zu vermissen? Denn was bedeutet es umgekehrt, jemanden nicht zu vermissen? Das hieße doch dann, die Person bedeutet einem nichts. Es fällt nicht auf, wenn die Person weg ist. Ist das nicht eigentlich das traurige Gefühl? Sollte uns das nicht viel mehr Sorgen machen? Denkt mal drüber nach…wenn ihr euch das nächste Mal denkt…

„…ich vermisse dich!“

 

P.S. Ich danke dir von Herzen für diesen Blick auf das so besondere Gefühl des Vermissens!

 

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Der Mut

Ja. Wow! Ein großes Wort. Wer von uns bildet sich nicht ein, immer mutig zu sein? Offen durchs Leben zu gehen? Alles so anzunehmen, wie es ist und wie es kommt? Aber mal Hände hoch! Wer ist es wirklich? Wer ist mutig? Wer ist mutig genug, alles anzunehmen, was das Leben bietet? Jedes Geschenk zu öffnen? Jede Chance zu nutzen? Jede Möglichkeit zu testen? Jede nette Botschaft auch als nette Botschaft aufzufassen? Ohne Zweifel. Ohne darüber nachzudenken, welche Konsequenzen es haben könnte. Einfach mutig vorauszugehen. Zu sagen, was man denkt. Zu tun, was man tun möchte. Zu fühlen, wie man fühlt.

Es ist gar nicht so leicht, diesen Mut immer aufzubringen. Im Miteinander mit anderen Menschen. Vor allem wenn Gefühle im Spiel sind. Oder wenn man nicht weiß, ob Gefühle im Spiel sind. Oder wenn man selber weiß, es sind Gefühle im Spiel, aber man weiß nicht ob für den anderen Gefühle im Spiel sind.

Manchmal verhalten wir uns, als hätten wir alle Zeit der Welt. Ein zweites Leben. Als müssten wir uns heute nicht entscheiden. Als könnten wir uns auch morgen entscheiden. Morgen. Morgen… Denn es könnte falsch sein. Es könnte furchtbar werde. Etwas zerbrechen. Es gibt jederzeit so viel zu verlieren. So viel, das man aufs Spiel setzen könnte. Und dabei setzen wir doch eigentlich erst alles aufs Spiel, wenn wir nicht den Mut haben.

„Liebe wird aus Mut gemacht.“

Das Leben schenkt dir manchmal Begegnungen. Augenblicke. Menschen. Die dein Leben auf den Kopf stellen. Die dich verändern. Die das Leben anders machen. Besser. Oder eben einfach nur anders. Die vollkommen unerwartet kommen. Manchmal auch unerwartet wieder gehen. Aber können wir das lenken? Oder bilden wir uns nur ein, es lenken zu können? Seid ihr wirklich der Meinung, wir können das steuern?

Was nutzen uns Pläne? Was bringt uns die Vorstellung von etwas? Du kannst dir dein Leben in den schönsten Farben ausmalen. Wozu? Am Ende musst du es nehmen wie es ist. Du musst es leben wie es ist. Auch wenn es nicht das ist, was du dir vorgestellt hast. Wenn es nicht das ist, was du geplant hast. Du musst es so annehmen, wie es gerade auf dich zu kommt. Mit offenen Armen. Offenen Augen. Und mit offenem Herzen. Nur das kann uns glücklich machen.

„Liebe wird aus Mut gemacht.“

Also! Sei mutig. Mach Fehler. Wage Dinge, die unmöglich scheinen. Sag Dinge, die du denkst. Denn du denkst sie. Sag, was du fühlst. Denn so fühlst du. Halte daran fest, was du willst. Akzeptiere kein Nein. Nimm das an, was auf dich zu kommt. Gib niemals auf. Gib nicht klein bei. Steh auf. Steh auf und nimm es. Sag, was du willst. Sag es laut. Probier es aus. Spring über deinen Schatten. Nimm nicht den einfachen Weg. Nimm den, der ein paar Abenteuer bereit hält. Was uns etwas bedeutet, wird immer zu uns zurück kommen. Was uns sucht, wird uns finden. Was uns gehören soll, wird uns immer gehören. Vertrau darauf.

„Gib mir die Hand…“

Trau dich! Spring! Lass dich fallen.

„…irgendwie…irgendwo…irgendwann“

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Wenn das Richtige…

…sich falsch anfühlt. Und das Falsche auch nicht richtig ist.

Wenn nichts klar ist. Jeder Gedanke etwas komplizierter macht. Komplizierter als es ohnehin schon ist.

Wenn der Kopf eine deutliche Sprache spricht. Und doch das Herz rebelliert. Wenn der Wille zu groß ist. Oder zu klein.

Wenn du Angst hast. Zweifel. Dir die Worte fehlen.

Wenn du nicht festhalten kannst. Aber erst recht nicht loslassen.

Wenn alles so einfach sein könnte. Und doch nicht ist.

Dann… Ja was dann?

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Denken – Fühlen – Denken

„Wir fühlen zu viel, wo wir denken sollten – und denken zu viel, wo wir fühlen sollten.“

Doch wer zu oft verletzt und enttäuscht wurde, verliert vielleicht das richtige Gefühl. Es fällt schwer, sich einfach fallen zu lassen. Sich einem Gefühl hin zu geben. Bedingungslos. Ohne nachzudenken. Zu oft ist man hart gefallen. Zu oft gescheitert. Zu oft alleine eingeschlafen.

Und deshalb denken wir. Ist es richtig? Ist es gut? Kann das funktionieren? Wie soll das gehen? Wohin führt es? Will ich das? Kann ich das? Sollte ich? Darf ich? Ja? Nein?

Ist es nicht an der Zeit, sich dem hinzugeben, was man fühlt? Mit geschlossenen Augen. Und offenem Herzen. Kompromisslos? Auch wenn wir nicht wissen, wohin es führt. Die Gefühle nicht ordnen können. Wir müssen es wagen. Um diese eine Person zu finden. Die deine Hand nimmt. Dich umarmt. Und nie mehr loslassen wird. Ganz egal, wer es ist.

Manchmal müssen wir handeln…ohne zu denken…wo wir nur fühlen müssen…

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