Geh!

Geh den Weg mit mir oder geh zur Seite.
Halte meine Hand fest oder lasse sie los.
Sieh mich für immer an oder schau weg.
Lass mich für dich da sein oder wende dich ab.
Sei mir nah oder verabschiede dich.

Aber schleiche nicht neben mir am Wegesrand.
Halte mich nicht am kleinen Finger fest.
Drehe dich nicht wieder und wieder zu mir um.
Suche dir nicht das passende raus und verschließe dich vor dem Rest.

Ganz oder gar nicht?
Ja oder nein?
Gemeinsam lebendig sein oder einsam existieren?

Ich habe keine Angst.
Ich würde dir deine gerne nehmen.

Mehr als scheitern können wir nicht.

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Angst

Menschen haben vor allem möglichen Angst.

Meine Oma zum Beispiel hat Angst vor Mäusen. Es ist herrlich, wie sie beim Anblick einer Maus quietscht. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass wir Enkel das das ein oder andere mal ausgenutzt haben.

Meine Schwester hat Angst vor großen Spinnen. Ich höre immer noch ihr „Paaaaapiiiii“ – und weiß direkt Bescheid. Riesengroß. Haarig. Acht Beine. In unerreichbarer Höhe. Meist war der Staubsauger gefragt.

Eine Freundin im Studium hatte panische Angst vor Käfern. Dadurch wäre sie fast in der Zoologie-Prüfung durchgefallen. Denn vor der Prüfung in Bestimmungsübung musste ich alle Käfer entfernen, bevor sie anfangen konnte zu arbeiten. Es waren 2 von 5. Sie durfte also keine Fehler machen.

Angst haben wir aber auch vor ganz anderen Dingen. Vor dem Tod. Vor Verlust. Niederlagen. Schmerzen. Vor engen Räumen. Oder vor Höhe. Wir haben Angst, uns zu binden. Angst, uns festzulegen. Angst, ja zu sagen. Es könnte ja etwas besseres kommen. Etwas, dass wir mehr mögen. Jemand, der uns lieber mag. Wir warten. Taktieren. Legen uns nicht fest. Aus Angst.

Wir haben Angst, uns einfach fallen zu lassen. Uns in ein Abenteuer zu stürzen. Angst davor, uns auf jemanden wirklich einzulassen. Denn die andere Person könnte zu alt sein. Oder zu jung. Könnte die falsche Religion haben. Das falsche Geschlecht. Die falsche Hautfarbe.

Ja. Wir alle haben Ängste. Wir zeigen sie nicht immer. Doch sie sind da. Sehr präsent. Tag für Tag. Und wir verstecken uns hinter einem starken Auftreten. Bauen eine Mauer. Lassen niemanden hinter unsere Fassade blicken. Bleiben jederzeit gefasst. Durch nichts zu erschüttern. Fast ein wenig unnahbar. Denn was würde es helfen, unsere Ängste zu zeigen? Bringt uns das weiter? Nein! Macht es uns schlauer? Nein! Sagt es uns, was richtig ist? Nein…

Manchmal jedoch lohnt es sich, die Fassade fallen zu lassen. Die Mauer einzureißen. Nicht mehr ganz so stark sein zu wollen. Wir machen niemals alles richtig. Das ganze Leben ist voller wunderbarer Fehler. Fehler, die es sich lohnt, zu machen. Wir wissen nie, ob wir das richtige tun. Ob wir das richtige fühlen. Richtig handeln. Na und? Wir sollten im Hier und Jetzt leben. Etwas tun, weil es sich richtig anfühlt. Auch wenn es vielleicht das Falsche ist. Auf den Menschen zugehen, an dem unsere Gedanken hängen. Auch wenn wir eigentlich Zweifel haben. Nach unseren Intuitionen handeln. Und nicht das tun, was logisch und erklärbar scheint. Wir sollten uns nicht hinter unserer Ängsten verstecken. Nicht hadern. Oder zögern.

„Das Glück muss am Rand der Straße gefunden werden – nicht am Ende des Weges.“

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Nachhaltigkeit

Im Jahr 2019 ein wahnsinnig großes Wort. Jeder spricht davon. Nachhaltig handeln. Nachhaltig leben. Nachhaltig sein. Doch wo fängt man an? Genau da sitzt doch schon das erste Problem. Nachdem man genügend davon geredet hat, weiß man gar nicht so genau, wo man anfangen soll. Ist auch ganz schön schwer, die Welt zu verändern.

Plastiktüten für immer abschaffen. Kopien an Schulen reduzieren. Die Weltmeere säubern. Die Wegwerf-Gesellschaft verändern. Waldrodung verhindern. Neue Wälder aufforsten. Recyceln. Upcyceln. Und das bitte im großen Stil.

Doch was soll ICH dabei tun? Was kann ICH ändern? Zur Freitags-Demo gehen – und dann doch mit dem Flieger in den Urlaub… Weniger Papier verschwenden – aber den Kaffee im ToGo-Becher holen… Es ist und bleibt wahnsinnig schwierig.

Doch ist das so? Ich denke Nein!

Jeder von uns kann einen kleinen Beitrag leisten. Kauft euch einen Thermobecher für den Kaffee. Nehmt Stoffsäckchen um euer Obst und Gemüse zu kaufen. Kauft Dinge in Glas statt in Plastik. Greift zur guten alten Frühstücksdose. Meidet so viel Plastikmüll wie nur irgendwie möglich. Denkt nach beim Einkauf. Es kann so einfach sein, nachhaltiger zu leben. Man muss nur damit beginnen. Im Kleinen. Jeden Tag. Ein Vorbild in den kleinen Dingen sein. Ändere deine eigene Welt. Nur so kann aus etwas Kleinem – etwas Großes werden.

#thinkgreen

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Gegenteiltag

Früher im Kindergarten haben wir Gegenteiltag gespielt. Alles was man gesagt oder getan hat, hat nicht gezählt – denn das Gegenteil war richtig. Es war eine kindliche Möglichkeit, sich hinter Fehlern zu verstecken. Entscheidungen zu treffen, vor denen man vielleicht etwas Angst hatte. Man konnte sich ausprobieren. Und es gab keine Konsequenzen – denn es war ja Gegenteiltag und damit alles anders als es eigentlich war.

Heute spielen wir dieses Spiel immer noch. Unbewusst. Wir sagen etwas – und meinen doch etwas anderes. Doch warum?

Warum sagen wir, dass wir uns nicht melden wollen? Wenn wir es doch eigentlich tun möchten…

Warum sehen wir weg? Wenn wir uns doch eigentlich nicht satt sehen können…

Warum sagen wir, dass es uns gut geht? Wenn es doch eigentlich nicht so ist…

Warum Antworten wir „nichts“? Wenn es doch so viel zu sagen gäbe…

Warum verabschieden wir uns? Wenn wir uns doch gar nicht trennen wollen…

Warum lassen wir los? Wenn wir eigentlich an etwas festhalten wollen…

Heute ist jederzeit Gegenteiltag. Ohne dass es jemand ausspricht. Auch heute verstecken wir uns. Verhalten uns widersprüchlich. Weil es uns schwer fällt, ehrlich zu sein. Zu anderen. Und vor allem zu uns selbst.

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Geschützt: Zeitlos doch nicht ohne Gedanken

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MeinSommerregen

Es ist offensichtlich an der Zeit, hier einige Dinge klar zu stellen.

Ich schreibe unglaublich gerne. Schon immer. Von ersten Kurzgeschichten in der Grundschule bis zu den heutigen Worten. Von Erlebnisse beim Einkaufen. Über der neuste Klatsch aus dem Fernsehen. Bis hin zu Dingen, die mich bewegen. Ich liebe die Macht der Worte. Ich liebe es, zu formulieren. Mit Sprache zu spielen. Für mich ist Sprache eine Kunst. Eine Kunst, die man nie beherrschen kann. Man kann sie ausleben, wie man sie für richtig hält. Interpretieren. Gestalten. Aber beherrschen? Nein!

MeinSommerregen ist der Ort, an dem ich dieser Liebe nachgehen kann. An dem ich schreiben kann. Der Ort, an dem meine Worte keine Grenzen kennen. An dem ich allen Gedanken freien Lauf schenken kann. Ganz egal, welche Bedeutung sie haben. MeinSommerregen ist ein Ort fern ab des Alltags. Ein Ort, an dem ich alles sein kann. Was auch immer mich gerade bewegt. Eine Rolle spielen kann. Regeln brechen. Frei und ungezwungen. Hier gibt es keine Konventionen. Keine Tabus. Kein Aber.

Hier gibt es aber auch keine richtige Wahrheit. Hier geht es um all die kleinen Dinge, die wir erleben können. Und dabei sage ich bewusst wir. Denn nicht alles hier habe ich persönlich erlebt. Nicht alles hier ist Teil von mir. Nicht alles hier ist meine Meinung. Vieles basiert auf Dingen, die ich sehe oder höre. Manchmal vollkommen unreflektiert. Mancher Gedanke erfasst mich plötzlich. Und so manches Gefühl schleicht sich unbemerkt heran. Manchmal sind es Träume. Oder Wünsche. Erzählungen. Filme. Bücher. Erlebnisse. An vielen Stellen verschwimmen Wahrheit und Fiktion zu einer Mischung, die man Kunst nennen muss.

Bedenke bitte! Jedes ICH hier, kannst auch DU sein. Wenn du dich darauf einlässt. Lies es und entscheide selbst. Findest du dich wieder oder nicht? Spricht es dir aus der Seele oder nicht? Kannst du etwas mitnehmen oder nicht? Hier kannst du sein, was du nicht bist. Vielleicht auch sein, was du bist. Du kannst nehmen, was du brauchst. Du kannst loslassen, was dich bedrückt. Du kannst lächeln. Oder mit dem Kopf schütteln. Du kannst über all die Worte nachdenken. Du kannst dich mitnehmen lassen auf eine Reise. Aber vergiss nicht: Das, was du hier liest, bist nicht automatisch du. Es bin auch nicht ich. Es ist einfach irgendwas. Oder irgendwer. So werden wir nie sein. So werden wir nie denken. Oder handeln. Denn das hier ist Kunst. Es sind Geschichten. Erfindungen. Gedanken.

Wir aber – sind das wahre Leben.

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P.S. Ich liebe dich

P.S. I Love you

2007 ‧ Drama/Liebesfilm ‧ 2h 06m

#klischee
Irgendwie ja. Es ist im Grunde schon ein kleiner Klassiker. Was nicht heißen soll, dass es nicht gut wäre. Aber das Klischee wird erfüllt. Bleib nicht stehen. Gib nicht auf. Geh deinen Weg. Und natürlich: Verwirkliche dich selbst.

#absolutabsehbar
Irgendwie ist die Story ja vorher bekannt – vermutlich durch das Buch. Und doch weiß man nicht so ganz, was einen erwartet. Es kommt aufs Detail an. Und es sind viele wunderschöne Details. Romantisch. Witzig. Emotional.

#lustig #dramatisch
Es gibt diverse Momente zum schmunzeln. Das liegt zu großen Teilen an Hilary Swank. Und an der Mutter.

#anschmachtpotential
Nach etwa 20min ist Gerard Butler tot. Er erscheint allerdings immer mal wieder. Also wenn man drauf steht… Der andere Kerl geht für mich leider gar nicht.

#derperfektekuss
Viel geküsst wird nicht. Sonderlich romantisch ist es auch nicht. Auch nicht, als dann noch mal die Lippen aufeinander gepresst werden. Irgendwie ist es nicht so berührend.

#dasbeste
Natürlich die Briefe. Weil es wundervoll ist. So viel Herz. So viele Emotionen. Pipi im Auge vorprogrammiert. Zumindest bei mir. Und der Song. I Love you til the end.

#zweiterblick
Die Botschaft ist es definitiv wert. Darüber hinaus ist es vielleicht etwas langatmig. Doch durchhalten lohnt sich!

Eure Meinung?

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